
Täglich wird von großen Firmen berichtet, die Ihren Haushalt nicht mehr richtig unter Kontrolle haben. Dabei vergisst man leicht, dass sich die Finanzkrise auch auf privater Ebene einschleichen kann. Um dem vorzubeugen bzw. entgegenzuwirken haben wir eine kleine Auswahl an Möglichkeiten für Sie zusammengestellt, die Ihnen dabei hilft Ihren Finanzplan zu optimieren. Der Text ist in die Kapitel “Prophylaxe” und “Bekämpfung” gegliedert und kann als eine Art allgemeingültiger Leitfaden in Sachen Finanzoptimierung gesehen werden.
Prophylaxe Dieses Kapitel befasst sich vornehmlich mit der Vorbeugung finanzieller Probleme.
1. Täglich begegnet man Raten- und Leasingangeboten. Diese Zahlungsart mag für viele praktisch sein und ist in manchen Dingen wie z.B dem Hausbau meistens unumgänglich. Die Zahlung nach Raten verführt aber dazu, Geld auszugeben, welches nicht da ist. Stellen Sie sich vor, Sie kaufen sich einen Fernseher und bezahlen in über mehrere Monate hinweg. Bei der Hälfte der Ratenzeit meldet Ihr Arbeitgeber Insolvenz an: Sie sind Ihren Beruf und somit ihr Einkommen los. Das ist dem Verkäufer des Fernsehers aber egal: Es nützt nichts, Sie müssen trotz finanzieller Nöte weiterzahlen. Auch wenn es Institutionen wie Verbraucherschutz gibt. Die sichererste Methode ist es, nur das Geld auszugeben, dass man bereits auf dem Konto hat. Zu vielem Leasingangebote auf mal sorgen außerdem für ein Organisationsproblem, aus dem man schwer wieder herausfindet.

2. Beim Einkauf ist es für die meisten alltäglich, einen geübten Blick auf das Preisschild zu werfen und mit anderen Produkten zu vergleichen. Dies lässt sich leider noch nicht von jedem sagen, der nicht auf der Suche nach Milch oder Wurst ist, sondern eine Internetflatrate oder sonstige weitreichende Finanzentscheidungen trifft. Unser Tipp: Auch wenn es meistens mühsam ist, sich durch das kleingedruckte zu kämpfen: Meistens findet man dort den Nachteil eines dem ersten Eindruck nach zu schließenden Top-Angebotes. Manchmal weitere Vorteile; lohnen tut es sich auf jeden Fall.
Internettipp: Eine Hervorragende Möglichkeit langfristig bares Geld zu Sparen ist ein Online-Girokonto. Hohe Zinsen und bei vielen Produkten nicht einmal Führungsgebühren sprechen für diese Option. Die Internetseite girokonto-übersicht.de befasst sich ausführlich mit dem Thema und präsentiert anschaulich die Vorteile ausgewählter Angebote.
Bekämpfung Dieses Kapitel kann Ihnen dabei helfen, eine bereits vorhandende kritische Finanzlage zu bekämpfen. Die Empfehlungen aus dem ersten Kapitel helfen hier natürlich auch.
1. Verzicht auf nicht zwingend benötigte Dinge ist unabdingbar, um den Weg zu einem ausgeglichenen Haushalt zu finden. Damit ist nicht gemeint, generell auf alles was “nur Spaß” macht verzichten zu müssen. Lebensqualität ist unserer Meinung nach wichtiger als Geld zu bewerten. Geld kann sich andererseits aber auch positiv auf die Lebensqualität auswirken.
Wenn Sie Raucher sind können wir Ihnen nur sagen, was vermutlich schon viele vorher getan haben: Hören Sie damit auf; es kostet nicht nur viele finanzielle Ressourcen, die Sie anderweitig sinnvoller nutzen könnten, sondern zerrt auch an Ihrer Gesundheit (was in Form von Medikamenten auch wieder Geld kosten kann). Gleiches lässt sich über fast alle Arten von Drogen sagen. Aber auch teure Vereinsmitgliedschaften können sich rächen, wobei man hier gegebenenfalls eine provisorische Sonderregelung mit dem Vereinsvorstand treffen kann. Im Prinzip sind das alles Beispiele, die sich in einem Leitsatz zusammenfassen lassen: Auch wenn es hart ist, verzichten Sie auf alles, was Sie nicht wirklich benötigen. Um herauszufinden, was das genau ist, muss jeder selbst in sich gehen und individuelle entscheiden. Hierbei sollte immer im Vordergrund stehen, dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist. Dinge, die Sie gerne tun würden, aber im Moment zu teuer sind, können auch dann noch getan werden, wenn der richtige Zeitpunkt dazu gekommen ist.

2. Um den Haushalt zu verbessern, ist es sinnvoll monatliche Kostenquellen zu analysieren. Diese Dinge sollten Sie dabei auf jeden Fall berücksichtigen:
- Telefon-, Handy- und Internetkosten
- Energiekosten (“Lässt sich neben der Option, den Anbieter zu wechseln, nicht auch der Verbrauch senken?”)
- Führungsgebühren Ihres Kontos (siehe Internettipp aus Kapitel 1)
- Abonnements von Zeitschriften oder anderen Medien.
- Kostenpflichtige Mitgliedschaften in Internet-Communitys.
Neben Punkten lohnt es sich außerdem zu errechnen, wieviel Geld sie durchschnittlich für nicht Vertraglich geregelte Kostenquellen wie Lebensmittl, Pflegeartikel oder Kleidung ausgeben. Anstelle von Reduzierung reicht hier oft schon der Umstieg auf eine andere Marke oder einen anderen Anbieter (z.B. Discounter) um Kosten einzusparen.

Zusätzliche Tipps:
- Das Bezahlen mit der Kreditkarte verführt oft dazu, Ausgaben aus dem Auge zu verlieren und am Ende des Monats einen großen Schrecken zu kriegen. Versuchen Sie also nach Möglichkeit, kleinere Einkäufe in Bar zu bezahlen, um dem aus dem Weg zu gehen.
-Quittungen nicht immer wegwerfen: Die knittrigen Rechnungen helfen entscheidend, der Ausgabenlage mehr Transparenz zu verleihen.

